Umwelt

Klare Strategie
für den Bestand

Ein Schwerpunkt unserer Strategie ist die Dekarbonisierung unseres Gebäudebestands. Schritt für Schritt bringen wir die Energie- und Wärmewende in unserem Bestand voran und orientieren uns dabei an den Klimaschutzzielen der Stadt Karlsruhe: Bis 2040 wollen wir unsere jährlichen CO₂-Emissionen auf 5 kg pro m² Wohn- und Gewerbefläche senken.

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Gesamter Energieverbrauch unseres Unternehmens (klimabereinigt, Schätzwert für 2025, Grundlage sind die Verbrauchsdaten für 2024 unter Berücksichtigung von Gebäudezugängen)
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THG-Emissionen (klimabereinigt, marktbasiert, Schätzwert für 2025, Grundlage sind die Verbrauchsdaten für 2024 unter Berücksichtigung der Klimafaktoren)
Klimastrategie
mit verbindlichem Pfad

Unsere Klimastrategie wurde 2024 fortgeschrieben und legt den Schwerpunkt auf die Dekarbonisierung des Bestandes. Um sie umzusetzen, haben wir 2025 einen Klimapfad für unseren Gebäudebestand entwickelt. Die Ergebnisse fließen in die mittel- bis langfristige Wirtschaftsplanung ein. Mit der Umsetzung der Einzelprojekte haben wir 2025 begonnen.

Fernwärme
als zentraler Hebel

Der wichtigste Hebel für die Emissionsminderung ist der Energieträgerwechsel. Deshalb arbeiten wir daran, möglichst viele Objekte an das Karlsruher Fernwärmenetz anzuschließen, und orientieren uns dabei am Karlsruher Energieleitplan. Ob unser Ziel für 2040 erreicht werden kann, hängt jedoch wesentlich von der Entwicklung des Emissionsfaktors der Fernwärme und des Stromnetzes ab. Derzeit ist geplant, dass das Karlsruher Fernwärmenetz durch neue Großwärmepumpen, Geothermieanlagen und Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK-Anlagen) dekarbonisiert wird.

Heizenergieverbrauch in MWh

klimabereinigt

Photovoltaik
im Ausbau

Den Ausbau der Photovoltaik im Bestand treiben wir gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft KES (Karlsruher Energieservice GmbH) über das Programm „100-Dächer PLUS“ voran. Neben Bestandsgebäuden werden auch Neubauten und sanierte Dachflächen entsprechend den Regelungen des KlimaG BW (Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg) mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. So wächst der Anteil regenerativer Energieerzeugung auf unseren Gebäuden kontinuierlich. 2025 installierten wir Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt mehr als 500 kWp.

über 500
Leistung der 2025 installierten Photovoltaikanlagen
Energetische
Sanierung

Wie wir unseren Bestand fit für die Zukunft machen, zeigen die folgenden Maßnahmen. Die energetische Verbesserung der Gebäude geht dabei auch Hand in Hand mit Modernisierungen oder kontinuierlicher Instandhaltung. Perspektivisch sollen unsere Gebäude die Energieeffizienzklasse E oder besser erreichen; ausgenommen sind denkmalgeschützte Gebäude.

Modernisierung

Josef-Schofer-Straße

1970 wurde das Gebäude ursprünglich als Schwesternwohnheim erbaut und ist nun neuer Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet „Alter Flugplatz“. Neben einer neuen thermischen Hülle wurde das Gebäude um ein weiteres Geschoss aufgestockt. Die Wohnungen wurden durch vorgestellte Balkonanlagen ergänzt. Durch Neukonzeption der Grundrisse haben wir aus ehemals sehr kleinen Einheiten einen interessanten Wohnungsmix mit 45 Wohnungen geschaffen und durch die Dachaufstockung ein fünftes Vollgeschoss gewonnen. Durch die neue thermische Gebäudehülle tragen wir wichtigen Klimaschutz- und Energieaspekten Rechnung. Die neue Mieterschaft konnte 2025 einziehen.

Modernisierung

Reichenbachstraße

In der Reichenbach- und Hildebrandstraße gehören insgesamt acht baugleiche Gebäude aus den 1950er Jahren zu unserem Bestand. Seit 2022 modernisieren wir vier der Gebäude. Wir haben jeweils das Dachgeschoss ausgebaut, die Gebäudehülle und Heiztechnik modernisiert und die Bäder erneuert. Zudem wurde ein Aufzug eingebaut und die Loggien durch vorgestellte Balkone ersetzt. Durch sensible Eingriffe in die Bestandsgrundrisse entstanden qualitativ hochwertige Wohnungen. Das Dachgeschoss wurde komplett neu gebaut und mit einer Photovoltaik-Anlage ergänzt. Zudem wurden die Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Modernisierung wurde Mitte 2025 abgeschlossen.

Energieträgerwechsel

Fasanenstraße

Der Gebäudekomplex Zähringer-/Fasanenstraße steht unter Denkmalschutz. Im Sinne unserer Klimaziele führen wir, wo es möglich ist, Energieträgerwechsel im Gebäudebestand durch. So auch hier in der Fasanenstraße. Bis Anfang 2025 erfolgte die Wärme- und Warmwasserversorgung über eine zentrale Gasheizung. Nachdem von den Stadtwerken Karlsruhe in diesem Bereich eine Fernwärmeleitung verlegt wurde, konnten wir den Gebäudekomplex an die Fernwärme anschließen und dadurch die CO₂-Emissionen des Gebäudes deutlich reduzieren.  Beide Gebäude werden nun über eine gemeinsame neue Fernwärmestation versorgt.

Sanierung

Brahmsblock

Die denkmalgerechte Sanierung umfasste die Restaurierung der Fassaden, der historischen Holzfenster und Klappläden sowie der Natursteinarbeiten und Metallobjekte. Auch in den Außenanlagen wurden umfangreiche Arbeiten ausgeführt. Besonderes Augenmerk lag auf einer authentischen Wiederherstellung und denkmalgerechten Aufarbeitung aller Elemente in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt. Ziel war es, den historischen Bestand zu bewahren und – wo möglich – aufzuarbeiten. Die Sanierung konnte im Berichtsjahr 2025 abgeschossen werden.

Dachbegrünung auf einem Flachdach in Oberreut
PV-Anlagen auf einem Hausdach in Oberreut
Begrünte Dächer
und naturnahe Freiflächen

Etwas mehr als zehn Prozent unserer Dachflächen sind mit einer extensiven Begrünung ausgestattet. Insgesamt stieg die begrünte Dachfläche gegenüber dem Vorjahr um etwa 13,7 % auf 4,65 Hektar. Der Zuwachs steht in direktem Zusammenhang mit der Realisierung neuer Bauprojekte, bei denen Dachbegrünungen bereits in der Planungsphase vorgesehen wurden. Durch die Fertigstellung mehrerer Neubauten kamen 2025 zusätzliche begrünte Dachflächen von rund 0,56 Hektar hinzu. Sie tragen zur Verbesserung des Mikroklimas, zum Wasserrückhalt und zur Schaffung zusätzlicher Lebensräume bei.

Die Rasenflächen in unserem Bestand werden in der Regel bis zu achtmal jährlich durch Mulchschnitt gepflegt. Ausgewiesene Wiesenflächen mähen wir nur zweimal pro Jahr, um der natürlichen Entwicklung der Vegetation Raum zu geben.

Begrünung eines Hausdachs in Stutensee
Mehr Naturraum
im Bestand

Zum Bestand der Volkswohnung gehört die Ausgleichsfläche „In der Waid“ in Knielingen mit einer Größe von 41,2 Hektar. Die Stadt Karlsruhe setzt dort gezielte Amphibienschutzmaßnahmen um und übernimmt die Pflege der Biotope, insbesondere der Wasserbecken. Zur Freihaltung der Grasflächen erfolgt eine ganzjährige Beweidung durch Schafe. Die übrigen Waldflächen werden nicht bewirtschaftet und ihrer natürlichen Entwicklung überlassen; lediglich der Wildschweinbestand wird reguliert, um das ökologische Gleichgewicht zu sichern.

Ausgleichsfläche in der Waid mit Schafherde
Ausgleichsfläche in der Waid mit Gräsern und Bäumen
Geschäftlich
elektrisch unterwegs

Unseren Verwaltungsfuhrpark der Volkswohnung GmbH elektrifizieren wir (aktuell: 75 % E-Fahrzeuge). Die Elektrofahrzeuge werden möglichst mit selbst erzeugtem Photovoltaikstrom betrieben, ergänzt durch zertifizierten Ökostrom. Durch die Verknüpfung eigener Stromproduktion mit elektrischer Mobilität nutzen wir betriebliche Energieflüsse effizient und senken unseren CO2-Ausstoß.